Die geschichtliche Entwicklung des

 

Gasthofes

Droste-Haars

 

Ueffeln

 

seit 1556

 

 

Urkundliche Erwähnung des Anwesens

 

Der Gasthof Droste-Haars

ist eine der ältesten urkundlich erwähnten Hofstellen in Ueffeln, das in der altsächsischen Zeit besiedelt sein soll. *1, Seite 47 und 211

 

Der Ort Ueffeln:

Bodenfunde reichen in die Zeit bis 8.000 v.Chr. zurück.

Der Name Ueffeln leitet sich wohl nach alter Schreibweise „Uflen“ vom gotischen „Uf“ und westfälischem „lehne oder len“ her und bedeutet tiefer liegendes Gebüsch. *1, Seite 102 und 103

 

Urkundlich wird Uflene – wie auch die anderen Teile der Bauernschaft – im Lentfried Register und in den Osnabrücker Urkunden Buch I., 345 schon 1177 und vor 1186 schriftlich erwähnt.

 

Von 1455 bis 1482 wurde „Otto Hoberch belehnt myd der Molen to Rysouwe…“, was wohl soviel bedeutet, daß der Otto Hoberg (siehe Eigentümer-Familie)  mit der Mühle zu Riesau belehnt wurde. *1

 

1753 wurde der große Kronleuchter der Kirche von Jost und Dirk Hasemann gestifftet.

 

Matthiesings Opferstein

Im Norden Ueffelns liegt der größte Findling der Gegend, „Matthiesings Opferstein“ oder auch der Schwedenstein genannt. Als die damaligen Dorfbewohner 1292 nach Bitte beim Bischof Osnabrücks mit dem Bau einer Kirche begannen, erschien ihnen während des Baus der Teufel. Der Teufel wollte wissen, was die Menschen bauten, und die listigen Ueffelner antworteten ihm, dass es ein Wirtshaus werden solle. Als er aber eines Tages nach Vollendigung des Baus kein Wirtshaus, sondern eine Kirche vorfand, war er sehr verärgert und reiste nach Schweden, um mit einem großen Stein den Eingang zur Kirche zu versperren. Dem Teufel war klar, dass er sich beeilen musste, denn mit dem ersten Hahnenschrei würde seie Macht erlischen. Voller Wut schleuderte der Teufel den Stein so weit er konnte, doch bis zur Kirche reichte es nicht. Er fiel in der Nähe des Friedhofes auf einem Acker herab, wo er bis heute noch liegt.

Marktkoten Hasemann

(Heute Droste-Haars)

Erwähnung: 1556 Hasemanns Erbe(?), 1723 Daniel Rosau genannt Kösters Neuhaus

Marktbeteiligung: Viertel Ware

Bei Teilung erhielt er aus:

Kl. Gehnmark 35 Morgen 31 Quadratruten

Gr. Gehnmark 36 Morgen 75 Quadratruten

Abgaben: Pastor 4 Pfg., Küster 1Pfg.

Soziale Verhältnisse: Eigentum der Bischöfe von Osnabrück (?). 1556 als Lehen an Joist Bernefür (?). 1726 frei.

Sonstiges: Soll von Pastor Samuel Bünte gegründet worden sein.

 

Bei der Einwohnerzählung im Jahre 1802/03 wurde bereits unter der späteren Hausnummer

25a Pastors Neuhaus    und unter

28a Hoberg              aufgeführt.

 

 

 

*1= O.U.B.I., 345= Osnabrücker Urkunden Buch I.,345

*2= 700 Jahre Kirchspiel Ueffeln

 

Das Gebäude

Im Jahre 1778 wird in der Schulchronik bereits erwähnt, das die Schule massiv aus Bruchstein erbaut war.

1966 wurde das Dorfbild durch den Ausbau der B 218 gravierend verändert. *2, Seite 123

Dabei musste die alte, zum Hofraum gehörende Scheune der Straße geopfert werden, entstand aber auf dem Kamp bei Beckmann/Eggelmeyer neu und fiel bereits 1973 dem großen Sturm zum Opfer. Sie wurde nicht wieder aufgebaut. Der Versicherungserlös wurde später von der Witwe Alfred Droste, Gisela, geb. Driehaus verbraucht.

 Ueffeln, Hausnummer 25, Bauernhaus des Bauern Wilhelm Droste.

Herr lehre mich Tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott, dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn. Psalm 143,10.

Am Scheunenbalken

Jahreszahl: 7.10.1800

Ueffeln, Heuerhaus des Gastwirts Droste.

„Die auf den Herrn hoffen, die werden nicht allein sondern ewiglich bleiben.“

Wohnhaus – Dielentoreinfahrt

Jahreszahl?; (Heuerhaus ist nicht mehr vorhanden.)

Ueffeln, Späteres Heuerhaus des Bauern und Gastwirts Alfred Droste.

Heuerhaus – Dielentoreinfahrt

Jahreszahl: 1726 bis ca. 1975 (Siehe Photo)

 

JOHANNDIERCKHOBERGUNDANNAAHIHEJFFHOISENHAUSFRAUWE

ANNO                                         ANNO       1726                                    1975                    

                                                                               

Hierzu ist vom Verfasser anzumerken, daß dieser Balken zu einem Heuerhaus an der Stiegte, Richtung Balkum gehört hat. Das Heuerhaus wurde in den 1970er Jahren immer mehr dem Verfall preisgegeben. Die Nachbarn nutzten offensichtlich das Fachwerk als Brennholz.

 

Wir retten den Giebelbalken, indem wir diesen zuerst in meinem Elternhaus einbauten und später dann in unserem Saal in Ueffeln und erhielten diesen dadurch.